Zahnarzt Berlin -  za schlär   schloßstraße 125   12163 berlin-steglitz   telefon 030.79701337
     
   
    Ihre Zahnarzt praxis in Berlin. Spezialist für Implantologie - Implantate

 

 

Fluoridierung - Was bringen Fluoride wirklich?


Von allen Maßnahmen gegen Karies schützt die Gabe von Fluorid - nach der regelmäßigen Entfernung von Zahnbelägen - am wirkungsvollsten gegen Karies:

 

  • Fluoride stärken den Zahnschmelz und schützen die Zähne gegen die schädlichen Säuren im Mund.
  • Fluoride können eine beginnende Karies stoppen und wieder "reparieren"  (remineralisieren), solange die Zahnoberfläche noch kein Loch aufweist.
  • Fluoride hemmen den Stoffwechsel der säurebildenden Bakterien in den Zahnbelägen, das vermindert die Entstehung von Karies.

 

Es ist aber selbst bei einer gesunden, vollwertigen Ernährung schwierig, sich konstant mit genügend Fluorid für die Zähne zu versorgen. Auch unser Leitungs- und Mineralwasser enthält in der Regel zuwenig gelöste Fluoridverbindungen (Den Fluoridgehalt des lokalen Trinkwassers können Sie beim zuständigen Wasserwerk oder Gesundheitsamt erfragen).

 

Sie können Zähne von außen oder von innen mit Fluorid versorgen. Von außen, indem Sie es direkt auf die Zähne auftragen (lokal) -was heute bereits etwa 80 Prozent der Bevölkerung mit fluoridhaltigen Zahncremes tun. Oder von innen, indem Sie fluoridiertes Trinkwasser, Speisesalz und Fluoridtabletten zu sich nehmen. Dann gelangt es über Blut und Speichel an die Zähne (systemische Fluoridierung). Zur Zeit bevorzugen Wissenschaftler die lokale Fluoridierung als die wirksamere Methode: Fluoridierte Zahnpasten, Zahngele, Mundwasser, Kaugummis und Zahnseide schützen besser gegen Kariesbildung als fluoridiertes Trinkwasser. Eine Kombination beider Methoden ist durchaus sinnvoll, solange Sie nicht übertreiben.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde gibt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin dazu folgende Empfehlungen, wenn das Trinkwasser nicht bereits mit Fluoriden angereichert ist:

 

  • Da Kleinkinder unter zwei Jahren nur geringe Mengen Speisesalz aufnehmen, sollte bei gesunden Kindern ab der zweiten Lebenswoche bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr eine Kombination von Fluorid und Vitamin D in Tablettenform verordnet werden. Bei frühgeborenen Säuglingen sollte diese Prophylaxe erst nach Erreichen eines Körpergewichts von 3000 Gramm begonnen werden, wenn sie sich ansonsten normal entwickeln.
  • Wird die Flaschennahrung mit Wasser hergestellt, das mehr als 0,3 Milligramm Fluorid pro Liter enthält, brauchen sie keine zusätzliche Fluoridprophylaxe. Trink- oder Mineralwasser mit einem Gehalt von über ein Milligramm Fluorid pro Liter sollte für Säuglingsnahrung nicht verwendet werden.
  • Sofern Sie Ihren Kindern fluoridiertes Kochsalz, Trinkwasser oder Fluoridtabletten geben, brauchen sie unter drei Jahren keine fluoridhaltigen Zahnpasten.
  • Kinder ab dem vierten Jahr und Erwachsene sollen mindestens zweimal täglich fluoridhaltige Zahncreme verwenden. Etwa fünf Millimeter Zahnpasta reichen völlig aus.

 

Auf Zahnpasten mit Frucht- oder Bonbongeschmack sollten Sie deshalb lieber verzichten:

Zahncreme ist kein süßer Nachtisch!

 

Für Kinder zwischen drei und sechs Jahren gibt es Zahnpasten mit geringerem Fluoridgehalt.

  • Eltern von Kindern unter sechs Jahren sollten das Zähneputzen ihrer Sprößlinge noch überwachen. Kindern gelingt es meist nur, etwa 35 Prozent der vorhandenen Beläge zu entfernen.
  • Die lokale Anwendung von höher dosierten Fluoridlacken oder -lösungen sollte - vor allem bei Kindern unter sechs Jahren - immer nur unter Aufsicht eines Zahnarztes erfolgen.

 

Fluoridtabletten sind vor allem für Kinder sinnvoll und können schon frühzeitig - also vor dem Durchbruch des ersten Zähnchens - gegeben werden. Konsequent verwendet, können Fluoridtabletten die Kariesbildung deutlich hemmen. Am besten wirken sie, wenn man sie langsam im Mund zergehen lässt. Dann kann der Wirkstoff direkt in der Mundhöhle wirken. Bei vorgeschriebener Verwendung gibt es dabei keine gesundheitlichen Bedenken.

 

Fluoridgele sollen - besonders von Menschen mit hoher Kariesanfälligkeit - mindestens einmal wöchentlich nach dem Zähneputzen eingebürstet werden.

 

Gebrauchsfertige Spüllösungen - möglichst ohne Alkohol - sind eine Alternative zu den Gelen. Sie sind vor allem für ältere Menschen geeignet, deren Zahnhälse (oder -wurzeln) bereits freiliegen. Diese Teile der Zähne sind besonders anfällig für Karies und mit der Zahnbürste schwer zu erreichen. Die flüssige Lösung kann dagegen in alle Ritzen vordringen.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Stiftung Warentest

Auszug aus: Zähne (Vorsorge, Behandlung, Kosten),

Stiftung Warentest, 4.aktualisierte Auflage 2005

ISBN 3-937 880-01-1, 12,90 EUR

 


Login  

Zahnarztpraxis in Berlin Steglitz. Spezialist für Zahnimplantate.

Social Bookmarking

Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Seekxl Bookmark bei: Kledy.de Bookmark bei: Social Bookmarking Tool Bookmark bei: BoniTrust Bookmark bei: Yahoo Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist