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Fluoridierung - Was bringen Fluoride wirklich?Von allen Maßnahmen gegen Karies schützt die Gabe von Fluorid - nach der regelmäßigen Entfernung von Zahnbelägen - am wirkungsvollsten gegen Karies:
Es ist aber selbst bei einer gesunden, vollwertigen Ernährung schwierig, sich konstant mit genügend Fluorid für die Zähne zu versorgen. Auch unser Leitungs- und Mineralwasser enthält in der Regel zuwenig gelöste Fluoridverbindungen (Den Fluoridgehalt des lokalen Trinkwassers können Sie beim zuständigen Wasserwerk oder Gesundheitsamt erfragen).
Sie können Zähne von außen oder von innen mit Fluorid versorgen. Von außen, indem Sie es direkt auf die Zähne auftragen (lokal) -was heute bereits etwa 80 Prozent der Bevölkerung mit fluoridhaltigen Zahncremes tun. Oder von innen, indem Sie fluoridiertes Trinkwasser, Speisesalz und Fluoridtabletten zu sich nehmen. Dann gelangt es über Blut und Speichel an die Zähne (systemische Fluoridierung). Zur Zeit bevorzugen Wissenschaftler die lokale Fluoridierung als die wirksamere Methode: Fluoridierte Zahnpasten, Zahngele, Mundwasser, Kaugummis und Zahnseide schützen besser gegen Kariesbildung als fluoridiertes Trinkwasser. Eine Kombination beider Methoden ist durchaus sinnvoll, solange Sie nicht übertreiben.
Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde gibt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin dazu folgende Empfehlungen, wenn das Trinkwasser nicht bereits mit Fluoriden angereichert ist:
Auf Zahnpasten mit Frucht- oder Bonbongeschmack sollten Sie deshalb lieber verzichten: Zahncreme ist kein süßer Nachtisch!
Für Kinder zwischen drei und sechs Jahren gibt es Zahnpasten mit geringerem Fluoridgehalt.
Fluoridtabletten sind vor allem für Kinder sinnvoll und können schon frühzeitig - also vor dem Durchbruch des ersten Zähnchens - gegeben werden. Konsequent verwendet, können Fluoridtabletten die Kariesbildung deutlich hemmen. Am besten wirken sie, wenn man sie langsam im Mund zergehen lässt. Dann kann der Wirkstoff direkt in der Mundhöhle wirken. Bei vorgeschriebener Verwendung gibt es dabei keine gesundheitlichen Bedenken.
Fluoridgele sollen - besonders von Menschen mit hoher Kariesanfälligkeit - mindestens einmal wöchentlich nach dem Zähneputzen eingebürstet werden.
Gebrauchsfertige Spüllösungen - möglichst ohne Alkohol - sind eine Alternative zu den Gelen. Sie sind vor allem für ältere Menschen geeignet, deren Zahnhälse (oder -wurzeln) bereits freiliegen. Diese Teile der Zähne sind besonders anfällig für Karies und mit der Zahnbürste schwer zu erreichen. Die flüssige Lösung kann dagegen in alle Ritzen vordringen.
Mit freundlicher Genehmigung der Stiftung Warentest Auszug aus: Zähne (Vorsorge, Behandlung, Kosten), Stiftung Warentest, 4.aktualisierte Auflage 2005 ISBN 3-937 880-01-1, 12,90 EUR
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